Archäologie - Springbach Höfe

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Archäologie

Im Zuge von Sondierungen machten Archäologen im Baugebiet Entdeckungen von großer Bedeutung für die Erforschung der Besiedelung des Paderborner Umlandes. Bis in die Jungsteinzeit im 5. und 4. Jahrhundert vor Christus datieren die Archäologen die Fundstücke, unter anderem Keramik, Kanäle und Hausgrundrisse. Der vollständige Umfang der Besiedlung des Areals der Springbach Höfe in der Steinzeit lässt sich noch nicht genau eingrenzen.

 

Anders stellt sich die Situation bei der mittelalterlichen Besiedlung des Gebietes vom 9. bis in das 12. Jahrhundert dar. Beispielsweise sind komplett freigelegte Grundrisse einzelner Keller (Abb. 1) besonders aufschlussreich. Die in die Felsen eingelassenen Bauten bestehen aus Räumen, deren Wände mit einschalig gesetzten Mauern verblendet sind. Im Westen oder im Norden befindet sich jeweils eine Zugangstreppe aus Kalksteinstufen, die einen bequemen Zugang in die Kellerräume ermöglicht. Die teilweise brandgeröteten Wände weisen auf eine Zerstörung durch eine Feuerbrunst hin.

 

Darüber hinaus konzentrieren sich im unmittelbaren Umfeld weitere, ebenfalls in die Felsen eingelassene Gruben, die als Grubenhäuser bezeichnet werden (Abb. 2). Diese rechteckigen bis ovalen Räume dienten den Bewohnern in der Regel als Werkstätten. Mächtige runde Pfostengruben sind die verbliebenen Überreste von großen, west-ost orientierten rechteckigen Gebäuden, in deren hinterem Teil sich oft die eingelassene Grube befand. Diese Gruben lassen auf mindestens zwei Phasen ihrer Nutzung schließen. Als Grubenhäuser im 9. Jahrhundert errichtet wurden sie im 11. Jahrhundert in die Holzgebäude integriert und als Keller weiterverwendet. Zusätzliche Spuren lassen die Rekonstruktion einiger Öfen sowie zweier Werkstätten (Abb. 3 und 4) zu, in denen Metalle bearbeitet wurden.

 

Abb. 1

Abb. 2

Abb. 3

Abb. 4