Umwelt - Springbach Höfe

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Klimaschutzsiedlung

Ein Teil der Bebauung entlang der Grünen Mitte sowie ein Bereich zwischen der Kindertagesstätte und dem Nahversorger sind in das Programm „100 Klimaschutzsiedlungen Nordrhein-Westfalen“ aufgenommen worden. Das Konzept der Klimaschutzsiedlung folgt der städtebaulichen Struktur des Gesamtkonzeptes und umfasst neben den Mehrfamilienhäusern auch Reihenhäuser. Vorgesehen ist die Realisierung durch einen oder mehrere Bauträger, die in einem entsprechenden Vergabeverfahren ausgewählt werden. Im Mittelpunkt der Bauphase stehen die Qualitätsziele, wie sie im Planungsleitfaden der Energieagentur NRW, im Bebauungsplan und in den Empfehlungen des Gestaltungshandbuches definiert sind. Darüber hinaus werden künftige Bauherren vor dem Grundstückserwerb intensiv beraten.

 

Die gestalterischen, städtebaulichen sowie energetischen Anforderungen können hier nur skizziert werden. Wesentlich sind ein erkennbarer Architektur- und Gestaltungsansatz, ein einheitliches Material- und Farbkonzept sowie die funktionale und gestalterische Einbindung von technisch-energetischen Elementen und Nebenanlagen, zum Beispiel Garagen, Carports oder Müllsammelstellen. Hinzu kommen die einheitliche Gestaltung von Einfriedungen im Übergang von privaten Gartenbereichen zum öffentlichen Raum, eine funktionale und gestalterische Einbindung von Spiel- und Aufenthaltsflächen sowie Flächen für das Management von Regenwasser. Weitere Anforderungen lauten: Die Abweichung der Gebäude von der Südausrichtung soll im Mittel kleiner als 45° sein. Es muss eine gute Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr und Infrastruktureinrichtungen gewährleistet sein. Es bestehen zudem erhöhte Anforderungen an den Energie-verbrauch, die CO2-Emissionen für Heizung und Warmwasser, die Wärmedämmung (Passivhausstandard, 3-Liter-Haus) sowie an die Luftdichtheit der Gebäude. Die genauen Richt- und Grenzwerte enthält der Planungsleitfaden für Klimaschutzsiedlungen in NRW.

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Link Planungsleitfaden

 

Klimaneutrales Nahwärmenetz

In Zusammenarbeit mit der Energieservice Westfalen Weser wurde zur Wärmeenergieversorgung der Springbach Höfe ein klimaneutrales Nahwärmenetz mit einem zentralen Biomethan-Blockheizkraftwerk plus Gas-Brennwertkessel konzipiert. Blockheizkraftwerke (BHKW) spielen für den Erfolg der Energiewende eine entscheidende Rolle, da sie mit vielen regenerativen Energieträgern betrieben werden können. Das Konzept verspricht neben den positiven Klimaaspekten auch wirtschaftliche Vorteile für die Investoren, da sie sich nicht individuell um die Infrastruktur für die Wärmeversorgung kümmern müssen. Denn die Wärme wird zentral geliefert.

 

Inzwischen sind rund vier Kilometer Rohrleitungen verlegt und 160 Fernwärmehausanschlüsse vorbereitet. Der Bau der Heizzentrale, dem Herzstück der Wärmeversorgung, soll Anfang 2019 abgeschlossen sein. In einem ersten Schritt werden zwei Spitzenlastkessel mit einer jeweiligen Leistung von 1,2 Megawatt zum Einsatz kommen. Zusätzlich liefert ein BHKW 140 kW elektrische und 280 kW thermische Leistung. Im Endausbau soll ein BHKW mit 360 kW elektrischer und 720 kW thermischer Leistung die Versorgung übernehmen. Um möglichst viel Wärmeenergie dauerhaft aus dem BHKW zu beziehen, wird ein außenstehender Pufferspeicher mit 23.000 Liter installiert. In die Heizzentrale für die Springbach Höfe werden über eine Million Euro investiert sowie zusätzlich rund 1,3 Millionen Euro in den Rohrleitungsbau.

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